Als Lehrer ins Sabbatjahr gehen – Vor- und Nachteile einer Beurlaubung als Lehrkraft

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Einfach mal nichts tun, die Füße hochlegen und nicht an die Schule denken – ganz ehrlich, ist das nicht der Traum jeder Lehrkraft? Wie oft haben Sie sich während des stressigen Schulalltags als Lehrerin oder Lehrer schon dieser Fantasie hingegeben? Das Instrument des „Sabbatjahrs„, das viele Dienstherren anbieten, ermöglicht Ihnen, dieses Leben vorübergehend wahr werden zu lassen. Im Grunde handelt es sich dabei um eine befristete Freistellung von Ihren Verpflichtungen als Lehrkraft – Sie kehren dem Lehrerjob für ein Jahr den Rücken und haben die Gewissheit, dass im Anschluss daran Ihre alte Stelle wieder auf Sie wartet. Ob Sie tatsächlich ein Jahr lang dem süßen Nichtstun frönen oder einen ausgedehnten Aktivurlaub unternehmen, eine lang ersehnte Fort- oder Weiterbildung machen oder sich auf Weltreise begeben, bleibt ganz Ihnen überlassen.

Lehrer|Schüler wirft für Sie einen genaueren Blick auf das Wesen sowie die Vor- und die Nachteile eines Sabbatjahrs für Lehrerinnen und Lehrer und gibt Ihnen mit diesem Artikel Anregungen, wie Sie die freie Zeit fernab von der Schule verbringen könnten. Nicht wenige Lehrkräfte sind während einer Auszeit vom Lehrerberuf übrigens schon auf den Gedanken gekommen, den Lehrerjob zu verlassen und sich als Lehrerin oder Lehrer beruflich umzuorientieren. Wenn Sie dabei Unterstützung brauchen, beraten wir Sie dabei gerne professionell, individuell und 100% vertraulich!

>>> Wann ist der richtige Moment für ein Sabbatjahr als Lehrerin oder Lehrer?

Es ist ein bisschen wie mit dem Kinderkriegen: So richtig passt es irgendwie nie, aber wenn man sich dann einmal dazu entschieden hat, ist man doch irgendwie froh. Die Tatsache, dass Sie ein Sabbatjahr nicht einfach spontan einlegen können, sondern Sie sich dieses über Jahre ansparen müssen, zwingt Sie jedoch in eine gewisse langfristige Planung. Der Horizont, den Sie überblicken müssen, variiert je nach angebotenen Modellen in der Regel zwischen zwei und sieben Jahren. Man sagt ja, dass der menschliche Körper sich alle sieben Jahre einmal komplett erneuert. Lehrer|Schüler findet: Was für ein guter Zeitpunkt, um als Lehrerin oder Lehrer in einem Sabbatjahr durch neue Erlebnisse und anregende Kontakte auch seelisch zu reifen und zu einem neuen Menschen zu werden!

Lehrer|Schüler - Beratung für Lehrerinnen und Lehrer | lehrerschueler.de
Lehrer|Schüler – Beratung für Lehrerinnen und Lehrer | lehrerschueler.de

Prädestiniert für eine Auszeit vom Lehrerjob sind abgeschlossene Phasen in Ihrem Lehrerleben: Nach der anstrengenden Probezeit, nach dem Ausscheiden der bisherigen Schulleitung und vor der Amtseinführung der neuen, nachdem Sie „Ihre“ langjährige Klasse von klein auf bis zum Schulabschluss als Klassenleitung geführt haben oder, bevor Sie eine Beförderungsstelle wie die der Fachleitung übernehmen. Aber grundsätzlich gilt: Ein Sabbatjahr wirft seine Schatten voraus – finanziell ohnehin, aber vielleicht ja auch motivational. Soll heißen: Vorfreude ist die schönste Freude und wenn Sie sich in Erwartung Ihres Berufsausstiegs auf Zeit als Lehrkraft jeden Tag einen Tag näher an einer besonders schönen Lebensphase wähnen und deswegen besonders motiviert in die Schule gehen, dann „passt“ ein Sabbatjahr irgendwie doch ganz grundsätzlich jederzeit und regelmäßig ganz gut.

>>> Vorteile eines Sabbatjahrs als Lehrerin oder Lehrer

Lehrer|Schüler - Beratung für Lehramtsstudenten | lehrerschueler.de
Lehrer|Schüler – Beratung für Lehramtsstudenten | lehrerschueler.de

Lehrer|Schüler bewertet die Idee eines Sabbatjahrs für Lehrkräfte insgesamt sehr positiv. Vor allem deswegen, weil ein echter Tapetenwechsel im Berufsleben wie im Privaten durch nichts zu ersetzen ist. Wenn Sie als Lehrerin oder Lehrer ein Jahr lang aus dem Job aussteigen, tanken Sie durch die anregende Abwechslung, das Aufbrechen des eintönigen Alltagstrotts, das Knüpfen neuer Kontakte und eine Vielzahl von Erlebnissen und Erfahrungen ganz massiv neue Kraft für Ihre weitere berufliche Karriere als Lehrerin oder Lehrer. Sie werden noch lange nach dem Sabbatjahr davon zehren und „fliegen“ das erste halbe Jahr noch immer wie auf einer Wolke durch den manchmal etwas drögen Lehreralltag.

Besonders, wenn Sie Ihr Sabbatjahr mit Reisen verbringen, die Sie in entlegene Winkel der Welt führen und auf denen Sie viel zu sehen bekommen, reifen Sie menschlich und charakterlich auch im gesetzten Alter als Lehrerin oder Lehrer noch ungemein, wenn Sie neue Kulturen kennenlernen und Ihre Sichtweisen auf wichtige Fragen des Lebens sowie Ihre persönlichen Einstellungen immer wieder neu überdenken. Eine Lehrkraft, die ein Sabbatjahr hinter sich hat, kann Schülerinnen und Schülern wissenstechnisch und menschlich so viel mehr geben als eine „Paukerin“ oder ein „Pauker“, die oder der seit dem Lehramtsstudium an der Universität kaum mehr gesehen hat als das eigene Klassenzimmer.

>>> Nachteile einer unbezahlten Pause vom Lehrerjob in Form eines Sabbatjahrs

Der größte Nachteil eines Sabbatjahrs für Lehrerinnen und Lehrer liegt für Lehrer|Schüler auf der Hand: Auch wenn Sie die Ansparphase Ihrer beruflichen Auszeit als Lehrkraft über viele Jahre strecken, so verlieren Sie am Ende mit Ihrem Sabbatjahr doch unwiderruflich ein Jahreseinkommen, also einen mittleren fünfstelligen Betrag. Nehmen Sie sich mehrfach in Ihrer Lehrerkarriere ein Jahr frei, summiert sich das ganz schnell auf eine sechsstellige Summe. Einkommensverluste in der Größenordnung eines kleinen Häuschens – im Extremfall – muss man sich auch erst einmal leisten können.

Sie müssen als Lehrerin oder Lehrer also eine ganz bewusste Entscheidung treffen, was Ihnen im Leben wie wichtig ist. Letzten Endes hängt das ja nicht nur von Ihnen ab, sondern beispielsweise auch von Ihrer Familie und gegebenenfalls Ihren Kindern. Mit einem Sabbatjahr muten Sie also entweder anderen, Ihnen nahe stehenden Menschen eine Menge zu oder Sie werden damit zu kämpfen haben, Ihre Entscheidung für eine berufliche Auszeit mit den Wünschen, Bedürfnissen und Möglichkeiten Anderer zu synchronisieren. Das ist unter Umständen gar nicht so einfach bis unmöglich.

Lehrer|Schüler - Beratung für Schulleitungen | lehrerschueler.de
Lehrer|Schüler – Beratung für Schulleitungen | lehrerschueler.de

Ein Sabbatjahr kann Sie theoretisch auch in Ihrem beruflichen Fortkommen hindern. Offiziell soll das zwar nicht so sein, aber entscheiden Sie selbst: Stellen Sie sich vor, Sie sind Schulleitung und haben eine Beförderungsstelle zu vergeben, für die zwei Kandidatinnen oder Kandidaten aus Ihrem Lehrerkollegium in Frage kommen. Person A, die täglich von 8 bis 20 Uhr in der Schule sitzt und neben ihren Unterrichtsverpflichtungen außerunterrichtliche Veranstaltungen anleiert, das Schulprofil durch gezielte Außenwerbung schärft und für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern auch spät abends und am Wochenende noch ein offenes Ohr hat oder Person B, die Ihnen vornehmlich dadurch auffällt, dass Sie alle paar Jahre für ein ganzes Schuljahr ausfällt, weil sie sich vom einen zum anderen Sabbatjahr hangelt und eher den Eindruck erweckt, den Unterricht als missliebige Unterbrechung von Zeiten unbezahlter Berufspausen zu betrachten. Das mag etwas zugespitzt sein, doch sollten Sie auf der Hut sein, dass Sie sich während Ihrer Präsenzzeiten an der Schule als Lehrerin oder Lehrer umso engagierter zeigen und sich für höhere Aufgaben empfehlen, wenn Sie in diese Richtung ernsthafte Ambitionen haben. Die Jahre der Ansparphase sind für Lehrkräfte, die sich für ein Sabbatjahr entschieden haben, also ungleich fordernder und Kräfte zehrender.

>>> Passende Beratungsangebote von Lehrer|Schüler


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