Moodle – die treibende Kraft hinter dem Distanzunterricht

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Im Zuge der Maßnahmen zur EindĂ€mmung der COVID-19-Viruspandemie sahen sich viele Lehrerinnen und Lehrer im vergangenen Jahr mehr oder weniger plötzlich genötigt, ihren Unterricht online abzuhalten. Zahlreiche Anfragen bei Lehrer|SchĂŒler zeigten damals, dass das fĂŒr die wenigsten LehrkrĂ€fte leicht war. Was auf den ersten Blick vielleicht sogar völlig utopisch erschien, stellte sich doch – nach einer gewissen Eingewöhnungs- und Umstellungszeit – als erstaunlich machbar heraus. In Bayern gibt es sogar eine Schule, die ihre SchĂŒlerinnen und SchĂŒler komplett online zum Abitur fĂŒhrt. In diesem Artikel wollen wir eine der technischen Möglichkeiten genauer betrachten, die in verschiedenen BundeslĂ€ndern im Einsatz ist und um die man als Lehrkraft kaum herumkommt, wenn man Homeschooling professionell und Gewinn bringend fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler betreiben will.

>>> Das Urgestein Moodle – keine Komplettlösung fĂŒr den Distanzunterricht

Moodle ist tatsĂ€chlich das “Urgestein” unter den Online-Learning-Plattformen. Schon seit vielen Jahren ist es im Einsatz, um Lernenden die Möglichkeit zu bieten, ortsunabhĂ€ngig und dennoch fast wie gewohnt zu lernen, sich Inhalte zu erarbeiten und sich mit den Lehrenden auszutauschen. Schon seit 1999 gibt es Moodle, und es ist als Open-Source-Projekt nicht nur stetiger Weiterentwicklung unterworfen, sondern besitzt auch den Charme der UnabhĂ€ngigkeit von großen Konzernen wie Microsoft oder Apple. Auch die großen landeseigenen Software-Lösungen wie „mebis“ in Bayern oder „logineo“ in Nordrhein-Westfalen – es gibt zahlreiche weitere Beispiele – basieren auf Moodle. Allerdings handelt es sich dabei um eine reine Austauschplattform. Videokonferenzen, wie sie im Teleunterricht oft notwendig sind, können auf diese Weise nicht organisiert werden.

Lehrer|SchĂŒler - Beratung fĂŒr Lehrerinnen und Lehrer | lehrerschueler.de

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FĂŒr letztere braucht man also eine weitere Software-Lösung, die es dann erlaubt, sich „face to face“ gegenĂŒberzusitzen und Unterricht tatsĂ€chlich so durchzufĂŒhren wie man es seit Jahrhunderten gewohnt ist – allerdings von zu Hause aus und mit allen Vor- und Nachteilen, die das so mit sich bringt: Von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, die im Schlafanzug am Unterricht teilnehmen bis hin zu plötzlich in den Raum kommenden Kindern, Katzen oder sonstigen Störenfrieden. Erst im Zusammenspiel zwischen einer Konferenzsoftware und einem Online-Dateimanagementsystem kann so etwas wie „echter“ Unterricht entstehen. Dabei gibt es natĂŒrlich etliche Tipps und Kniffe, zu denen wir Sie bei Lehrer|SchĂŒler gern beraten, etwa im Rahmen unseres Coachings zu Digitalisierung und Homeschooling fĂŒr LehrkrĂ€fte!

>>> Software fĂŒr Videokonferenzen im Distanzunterricht und digitale Tools fĂŒr das Homeschooling

Wie meist, wenn es um Software geht, gibt es auch im Bereich der Videokonferenzen grundsĂ€tzlich zwei Möglichkeiten, welchen Hintergrund die verwendete Software hat. Neben den zahlreichen kommerziellen Anbietern wie Microsoft, Apple oder Adobe, die mit ihren Produkten natĂŒrlich in erster Linie Geld verdienen wollen, gibt es auch zahlreiche sogenannte Open-Source-Programme, die von ehrenamtlichen Programmiererinnen und Programmierern entwickelt und supportet werden. Dabei soll natĂŒrlich nicht verschwiegen werden, dass es auch kommerzielle Anbieter gibt, die Teile ihres Programmportfolios (oft Ă€ltere Versionen) kostenlos oder sogar unter Open-Source-Lizenz anbieten. Open Source heißt ĂŒbrigens konkret, dass der sogenannte Quellcode des Programms öffentlich zugĂ€nglich ist und dementsprechend auch von jedermann modifiziert und erweitert werden kann.

In diesem Artikel wollen wir von Lehrer|SchĂŒler uns aber nicht in erster Linie mit Konferenzplattformen beschĂ€ftigen, sondern mit dem Moodle-System. Dieses lĂ€uft wie gesagt bei den meisten Lösungen im Hintergrund, und ohne Moodle ist sinnvoller Online-Unterricht kaum denkbar. Im Grunde genommen ist Moodle zunĂ€chst vergleichbar mit den diversen Cloud-Systemen, wie sie in zahlreichen Varianten existieren, sei es als Zusatzangebot von Maildienstleistern wie web.de oder als eigenstĂ€ndige Variante, wie bei den Systemen von Dropbox oder Microsoft OneDrive: Es lassen sich Dateien hochladen, in Ordnersystemen verwalten, entsprechend wieder herunterladen und fĂŒr andere Benutzerinnen und Benutzer freigeben. Sie merken es schon: Das ist genau der Part, den im Online-Unterricht die Lehrerin oder der Lehrer spielt. Es fehlt natĂŒrlich noch die Möglichkeit, die Dokumente nach dem virtuellen „Austeilen“ und nach der Bearbeitung durch die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler wieder – natĂŒrlich ebenso virtuell – „einzusammeln“.

>>> Möglichkeiten des Online-Unterrichts mit Moodle

Lehrer|SchĂŒler - Beratung fĂŒr Lehramtsreferendare | lehrerschueler.de

Lehrer|SchĂŒler – Beratung fĂŒr Lehramtsreferendare | lehrerschueler.de

Genau hier setzt Moodle an. Ein wesentlicher Teil der Plattform besteht in der Möglichkeit fĂŒr Anwenderinnen und Anwender, Dateien nicht einfach nur freizugeben, also quasi zu verschicken. ErgĂ€nzend dazu ist es vorgesehen, sie in vorher definierten Umgebungen, also in virtuellen KursrĂ€umen, auch bearbeiten zu lassen und wieder einzusammeln. Allerdings sind die Möglichkeiten von Moodle damit noch lange nicht erschöpfend beschrieben. Wenn Sie daher mit der Plattform arbeiten wollen, sollten Sie sich grĂŒndlich mit ihr beschĂ€ftigen und sich mit den vielfĂ€ltigen Funktionen vertraut machen – wir von Lehrer|SchĂŒler unterstĂŒtzen Sie gerne dabei mit unserem Coachingangebot zu Digitalisierung und Homeschooling fĂŒr LehrkrĂ€fte!

Eine gute Möglichkeit fĂŒr das Kennenlernen der Plattform sind – ganz „oldschool“ – BĂŒcher, von denen wir hier eines stellvertretend herausgreifen wollen. Es handelt sich um das neu erschienene Werk „Moodle fĂŒr Dozenten, Lehrer und Ausbilder“ von Winfried Seimert, veröffentlicht im mitp-Verlag. Der Autor stellt die zahlreichen Funktionen von Moodle ausfĂŒhrlich und unter Zuhilfenahme zahlreicher Screenshots vor und geht dabei auch auf etwas verstecktere Features ein, die sich dem durchschnittlichen Nutzer oft nur zufĂ€llig oder gar nicht erschließen. So bietet Moodle zum Beispiel eine clevere Funktion, die den schlichten Titel „Buch“ trĂ€gt und die es ermöglicht, Lerninhalte so zu strukturieren, dass sie besonders lesefreundlich dargeboten werden. Auch Funktionen wie die „Lernpakete“ oder die Möglichkeit, ein Wiki anzulegen, werden behandelt.

Ein kleiner Wermutstropfen fĂŒr erfahrene Nutzerinnen und Nutzer ist allenfalls, dass der Autor sehr grĂŒndlich auch auf Grundbegriffe der Arbeit mit modernen Betriebssystemen eingeht, was der im Titel angekĂŒndigten Konzentration auf Moodle aber keinen echten Abbruch tut. FĂŒr Computerneulinge (ja, es gibt sie noch!) ist das sogar eher ein Vorteil, da sie dadurch sehr stark „an die Hand genommen werden“ und die Grundlagen virtueller Tools wirklich sehr genau verstehen und erarbeiten können. Dennoch gilt: Kein Buch kann die persönliche Beratung durch Fachleute ersetzen – gerne informieren wir Sie daher auch im Einzelcoaching ĂŒber Ihre ganz individuellen unterrichtlichen Möglichkeiten im Zusammenhang mit der Digitalisierung!

>>> Passende Beratungsangebote von Lehrer|SchĂŒler


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